About DADIUS.de CEO

 

IT: Wann bist du auf das Visuelle aufmerksam geworden?

BM: Angefangen habe ich 1995 mit Grafik-Design. Da war ich noch in der Realschule und bin gerade vom Gymnasium gekommen. Ich konnte mir kein Versnobtes Leben vorstellen und wollte ohne den geringsten Wiederstand meinen Abschluss machen. Grafik und Kunst war schon mein Fabel.

IT: Du bist ein sportlich auftretender Typ?

BM: Habe bei Foot Locker in der Neuhauser Straße 2 gelernt und dann noch als Stelle bei International Sports Trading GmbH gejobbt.

IT: Bist du manchmal mit die selbst Überlastet? Du hast ja bis jetzt sehr viele Jobs gehabt.Kann man da in allen Bereichen sein Leben frei gestalten oder ist es so, dass du nur zu wenig deswegen kommst und dich nicht wirklich auf eine Sache konzentrieren kannst. Du wohnst ja im betreuten Einzelwohnen unterstützt durch den Bezirk München.

BM: Da hast du was gesagt. Das ist sehr persönlich und privat!

b4f5eb673400f57dc7daf97766c6c7d4Ich versuche meine Maske jeder Zeit als Entspannung und Alternative zu tragen.
Das ist sozusagen eine Lebenserhaltende Qualität die ich mir gerne gönne.
IT: Du kommst aus dem Westend in München? Gehst du manchmal in Sexclubs oder liebst du Kneipenkultur?

BM: Bei meiner Baptistischen Erziehung? Ich gehe hin wo ich hin möchte!
Schade wird’s dann wenn man damit keine positiven Erfahrungen gemacht hat. Aber die Pluserlebnisse und das Leben hat mich überwiegend gut scharmant gemacht.Keine Angst, es ist alles in besten Händen.

 

IT: Jetzt gehts zum Audiohörbaren und zur Musik: Du bist damals aus der Bundeswehr geworfen worden, da du Rapper werden wolltest?

BM: Ich bin kein Künstler! Auch kein Rapgenie: damals war ich dumm genug! Die wollten unbedingt, dass ich ein typischer Unteroffizier werde und ich wollte das ja auch… doch habe ich eine mentale Schwäche… laut deren Ansicht. Damals gab es noch die Wehrpflicht und ich hatte einen Einzugsbrief bekommen und hatte mich mit 18 Jahren gleich für mehrere Jahre als Soldat verpflichtet. Als ich dann später drüber nachdachte wurde mir sehr klar, dass ich eher der Gesellschaftliche Typ von Mensch bin, aber da war es schon zu spät… Damals hatte ich einen Kollegen, der mich immer mehr dazu überredete in seinem Musik Business Fuß zu fassen. Naja, und weil er mein Freund war, mich jedoch wegen meiner Stellung als junger Unteroffizier beneidetet brachte er mich auf die schiefe Bahn…. Und da steh ich heute nicht mehr. Ich kann nur sagen, das er mir sogar damit geholfen hatte meinen Weg zu finden um das zu machen, auf das ich Laune und Lust habe. Rapper zu sein ist einfach – Musik zu machen ist was anderes! Das ist mit vielen Dingen im Leben so, wenn du von ner eigenen Sache so begeistert bist, dass du sie am liebsten nur noch willst, dann mache sie auch. In meinem Fall, war das weniger die Musik, mehr die Art und Weise andere zu fördern. Mir ist damals viel gegeben worden und ich kenn das Leben am Limit nur zu gut, doch setzte ich dass jetzige ein um damit andere weiterzubringen. Und was weis ich schon vom Traum, den mal Martin L King träumte.

IT: Okay, und warum stehst du dann nicht in der Straße und verkaufst deine CDs? Wie es sich für einen Underground Rapper gehört?

BM: Weil ich keinen Underground Hip-Hop mache und auch keine Lust habe, eine Szene zu fördern, die unreflektiert über nur eine Sichtweise, Meinung, Einstellung zu reden. Wenn du erst mal genug motiviert bist, eine Sache zu machen, die dich so sehr anhebt, dass du nur noch einfältig denkst, dann hat die Sache dich gefangen und hat dich unbewusst in deiner Freiheit und Entscheidungen, die du hier in Deutschland hast, eingeschränkt. Da kann doch so nicht mehr selbst unabhängig gedacht werden.  Die Gedanken sind frei! Ist man da halt voreingenommen und beurteilt nur einen Trendgedanken?

IT: Wie verstehst du Kultur und Kunst?

BM: Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht, weil sie einfach dazu gehört! Was Kultur und Kunst ist, darüber könnte vielleicht sogar philosophiert werden, wenn man so fragt!

IT. Danke fürs Interview!

BM. Gerne und haltet die Ohren steif!